Fünf Prozent mehr für öffentlichen Dienst gefordert
Die Gewerkschaften ziehen mit einer Gesamtforderung von fünf Prozent in die Tarifverhandlungen für die Angestellten der Länder. Sie fordern ein Plus von 50 Euro für die rund 800 000 Beschäftigten und dann eine lineare Erhöhung von drei Prozent. Das ist zugleich ein Schutzschirm für den Aufschwung.
Die Ausbildungsvergütung soll in der gleichen Höhe steigen. Die Arbeitgeber wiesen die Forderung als unrealistisch zurück. Die Gespräche beginnen am 4. Februar in Berlin.
Man sagte, mit dem Aufschwung habe sich auch die Finanzlage der Länder verbessert. Nach den Angaben von Verdi und der Tarifunion des Beamtenbundes dbb sind direkt rund 585 000 Beschäftigte betroffen - zählt man den mittelbaren öffentlichen Dienst mit, sind es rund 800 000. Die Gewerkschaften wollen, dass das Verhandlungsergebnis auf die Beamten übertragen wird. Das sind laut dbb 1,24 Millionen Menschen.
Der Landesbereich müsse als Arbeitgeber attraktiv bleiben. Es macht sich bereits an Unikliniken ein Fachkräftemangel bemerkbar. Der öffentliche Dienst darf nicht mit angezogener Sparbremse weiter auf Verschleiß fahren. Lehrer, Krankenschwestern, Feuerwehrleute und Polizisten arbeiteten unter immer schwieriger werdenden Bedingungen.
Im ersten Qurtal 2010 hatte es bereits einen Tarifabschluss für die rund zwei Millionen Angestellten von Bund und Kommunen gegeben. Bis zum Sommer 2011 werden Ihre Gehälter stufenweise um insgesamt 2,3 Prozent angehoben.
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